Entscheidungen sind nicht immer einfach. Besonders für Menschen, die sich ihrem freien Willen bedienen (können) und nicht wie Tiere nach Instinkten handeln, fallen Entscheidungen oft sehr schwer. Man spricht dabei von entscheidungsfreudigen bzw. weniger entscheidungsfreudigen Menschen. Grundsätzlich kann man sagen, dass das Fällen von Entscheidungen nicht in der Natur des Menschen liegt. Nur eine geringe Anzahl von Menschen fällt Entscheidungen für viele andere Mitmenschen.
Sie übernehmen Verantwortung und müssen sich den Auswirkungen ihres Handelns bewusst sein. Der andere, weitaus größere Teil der Menschen ist es gewohnt, dass für sie oder für ihn Entscheidungen getroffen werden. Ob die Entscheidung nun gut oder schlecht für den oder die Betroffene ist, macht dabei keinen Unterschied. Es wird in Kauf genommen, dass man sich nicht selbst um die Lösung eines Problems bemühen muss. Auch bei kleinen, weniger problematischen Entscheidungssituationen im Alltag stoßen viele Menschen bereits an ihre Grenzen. Sie wollen oder können sich einfach nicht entscheiden. Ein einfaches Beispiel soll dies näher erklären:
Ob ein langjähriger Brillenträger auf Kontaktlinsen umsteigen soll, ist oft eine schwierige und nicht einfache Entscheidung. Er oder sie sieht sich meist mit der Situation konfrontiert, bereits seit Kindesalter eine Brille auf der Nase zu tragen. Auf Empfehlung oder andere Einflüsse hin bekommt man schließlich mit, dass das Tragen von Linsen weitaus komfortabler und einfacher sein kann. Keine gebrochenen Brillengläser, kein lästiges Verlegen des Sehbehelfs und kein Verbiegen der Ohrbügel. Das alles bleibt einem Kontaktlinsenträger erspart.
Die Entscheidung dürfte demnach also nicht schwer sein. Allerdings beginnt man in weiterer Folge auch über negative Aspekte des Tragens von Linsen nachzudenken. Wie schwierig wird das Hinein- bzw. Herausnehmen der Linsen sein? Wie viele Nerven kostet mich diese tägliche Prozedur? Wird mein Gesicht ohne Brille nicht nackt und ungewohnt für die Menschen in meinem Umfeld aussehen? Diese und ähnliche Fragen stellt man sich in dieser Situation. Bis man sich zu einer Entscheidung durchgerungen hat, vergehen oft Tage und Wochen. In diesen Tagen und Wochen könnte man sich allerdings schon längst von den Vor- und Nachteilen von Kontaktlinsen überzeugt haben.
Donnerstag, 4. Februar 2010
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